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Gertrud-von-le-Fort-Gesellschaft

Lebensdaten

1876 (11. Oktober) Geburt in Minden. Lebensstationen in Kindheit und Jugend: Berlin, Koblenz, Hildesheim; Ludwigslust und das Gut Boek am Müritzsee
1893 (9. April) Konfirmation in der St. Lamberti-Kirche in Hildesheim
seit 1895 Frühe Gedichte, Erzählungen, ein Roman; Veröffentlichungen in Zeitschriften und in eigenen Ausgaben, z.T. unter Pseudonym
1902 Tod des Vaters in Ludwigslust
In den nachfolgenden Jahren viele Reisen ins europäische Ausland. Besonders wichtig: Rom
1908 – 1914 Studium, mit längeren Unterbrechungen, in Heidelberg und Marburg: Theologie, Philosophie, Geschichte, Kunstgeschichte, Literatur.
Wichtigster Lehrer: Ernst Troeltsch
1915 Übersiedlung der Familie von Ludwigslust nach Boek
1915/16 Gelegentlich Hörerin der Vorlesungen von Ernst Troeltsch in Berlin (von Boek aus)
1918 Tod der Mutter
1920 Wegen der Beteiligung von Stephan von le Fort (Gertruds Bruder, Erbe des Majorats Boek) am Kapp-Putsch wird Gut Boek enteignet
1920/21 Zeitweise Aufenthalt bei der befreundeten Familie von Schubert in Heidelberg
1922 Erwerb eines Hauses in Baierbrunn bei München, dort ansässig bis 1941
seit 1922/23 Bekanntschaft mit führenden katholischen Intellektuellen aus dem Kreis um die Zeitschrift „Hochland“ (Hg. Carl Muth)
1924 Beginn des eigentlichen Œuvres mit den „Hymnen an die Kirche“
1925 Herausgabe der „Glaubenslehre“ von Ernst Troeltsch (+1923) nach eigenen Kollegmitschriften
1926 Längerer Aufenthalt in Rom, Konversion zur katholischen Kirche
1932 Begegnung mit Edith Stein in München
1934/35 Viele Lesereisen in Deutschland und in der Schweiz
1937/38 Längerer Aufenthalt in Arosa aus gesundheitlichen Gründen
1939 Vortrags- bzw. Lesereise nach Frankreich (mit Reinhold Schneider)
1941 Umzug nach Oberstdorf / Allgäu
1946/49 Aufenthalt in der Schweiz, Vorträge zugunsten des Roten Kreuzes und der notleidenden deutschen Studenten
1947 Besuch bei Hermann Hesse in Montagnola
1948 Badischer Staatspreis (Droste-Preis), zusammen mit Reinhold Schneider
1952 Gottfried-Keller-Preis der Martin-Bodmer-Stiftung (Zürich)
1956 Dr. theol. h. c. der Kath. Theologischen Fakultät der Universität München Mitgliedschaft in verschiedenen Akademien. Weitere Ehrungen u.a.
1966 Großes Bundesverdienstkreuz mit Stern
1971 In der Nacht vom 31. Oktober (Reformationsfest) zum 1. November (Allerheiligen) Tod in Oberstdorf
Beisetzung ebd. in einem Ehrengrab auf dem Waldfriedhof