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Gertrud von le Fort (1876 – 1971)
Porträt und Selbstporträt
Die Schriftstellerin Ulla Hahn hat 1985 den originellen Versuch unternommen, sich ihrer älteren Kollegin Gertrud von le Fort unter feministischen Gesichtspunkten zu nähern, und zwar mit einer Interpretation der Novelle „Die Tochter Farinatas“ (1941 vollendet, 1950 erschienen) 1 . Dabei betrachtet sie zunächst zwei Porträtfotografien der neunundfünfzigjährigen Autorin (aus dem Jahre 1935): „Bild und Gegenbild. Kurz geschnitten im Nacken das Haar, straffe Züge, ernst, fast hart ihr Profil. Weiche Wellen über einer hohen Stirn, um runde Wangen, ein voller Mund, beinahe lächelnd schaut die Frau in die Kamera.“
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Der scheinbar ausschließliche Gegensatz von männlicher Entschiedenheit, ja Härte und weiblichem Erbarmen erweist sich in der Novelle als notwendige und lebenschaffende Spannung, die erst das Ganze eines Menschen ausmacht und dem Frieden, dem Wohl des Gemeinwesens dient. Zum Schluß faßt Ulla Hahn ihre Interpretation zusammen, indem sie noch einmal auf die beiden Porträts blickt: „Schauen wir uns die Fotos noch einmal an: das kühne Profil und das weiche Gesicht. (...) Gertrud von le Fort: die Tochter Farinatas im Augenblick der Rettung von Florenz.“
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Die le Fort selbst hat sich unter einem ähnlichen Doppelaspekt in ihrer Erzählung „Die Verfemte“ 2 hinter zwei Erzählerfiguren verborgen: der Ich-Erzählerin und der sogenannten Chronika. Die Ich-Erzählerin beginnt die Erzählung mit der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg, als sie noch ein junges Mädchen war, und endet mit der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, als sie eine alte Frau geworden ist. Sie kennzeichnet sich selbst als rebellisches junges Mädchen, die in der traditionsgebundenen Adelsfamilie immer wieder Anstoß erregt, mit den Worten: „Für mich bedeutete es von früh auf einen geradezu unwiderstehlichen Reiz, gegen den Strom zu schwimmen, Angefochtene zu verteidigen und Beargwöhnte herauszustreichen.“ Die Chronika dagegen, die dem jungen Mädchen die eigentliche Binnengeschichte von der „Verfemten“ aus dem 17. Jahrhundert erzählt, ist ein „armes adeliges Fräulein“, also unverheiratet, eine feine alte Dame, in der sich gleichsam der Inbegriff der Erzählkunst verkörpert, und zwar im doppelten Sinne des Begriffes „Geschichte“: sie kennt die Geschichte (Historie) des Landes, die Tradition seiner adligen Geschlechter und die „Herzensgeheimnisse und stillen Tragödien“ der einzelnen Angehörigen dieser Familien – und sie weiß davon anmutig und fesselnd in Form von Geschichten zu erzählen. Daher rührt ihr Spitzname „Chronika“. Die Ich-Erzählerin bekennt im Rückblick: „(...) ich schwärmte sie bewundernd an, weil es ihr gelungen war, so anders und doch so beliebt zu sein, ein Widerspruch, an dem ich selbst vorläufig noch tagtäglich scheiterte.“
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Gertrud von le Fort findet in ihrer Dankesrede zur Verleihung der Ehrendoktorwürde der Kath. Theol. Fakultät in München, 1956, 3 ganz ähnliche Worte für die Aufgabe der Dichtung, der sie sich verpflichtet fühlt: „(...) geglückte Existenzen haben für die Musen nur geringe Anziehungskraft, die Phantasie des Dichters kreist, wie die Liebe Christi, um die Verlorenen.“ Damit ist der innerste Impuls ihres Schreibens angedeutet.
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Herkunft aus dem 19. Jahrhundert – Jugend in Mecklenburg
Auch in einem Aufsatz über Annette von Droste-Hülshoff 4 hat Gertrud von le Fort sich gleichsam selbst porträtiert, nach dem Motto: „Sage mir, mit wem du umgehst, und ich sage dir, wer du bist.“ Die Herkunft aus einer alten Adelsfamilie, die früh hervortretende literarisch-philosophische Begabung – samt vielseitigen natur- bzw. geisteswissenschaftlichen Neigungen – , die daraus resultierende einsame Sonderstellung unter ihresgleichen, die (ebenfalls daraus resultierende) Ehelosigkeit, diese und manche andere Wesenszüge verbinden die Freiin von le Fort mit dem Fräulein von Droste-Hülshoff.
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Im Unterschied zur Lebenszeit der Droste, die allerdings keineswegs nur biedermeierlich-behaglich, sondern ebenso von der 48er Revolution geprägt ist, – dennoch: im Unterschied zu Annette von Droste-Hülshoff erfährt Gertrud von le Fort im Laufe ihres Lebens mehrfach den politischen und moralischen Zusammenbruch einer ganzen Welt: des Adels im Ersten Weltkrieg, des Bürgertums in den 20er Jahren, Deutschlands zwischen 1933 und 1945, der Menschheit am Ende des Zweiten Weltkriegs in der furchtbaren Bedrohung durch die Atombombe. Und trotzdem wahrt sie in dieser Katastrophengeschichte des 20. Jahrhunderts zeitlebens – ohne die geringste Prätention – das Bewußtsein von der Würde ihrer adeligen Herkunft und von der Tapferkeit vieler aufrechter, der Wahrheit verpflichteter Menschen aller Stände und Berufe.
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Der Tochter eines preußischen Offiziers aus der Bismarckzeit war jedoch zunächst ein ganz anderer Weg vorgezeichnet. Ihr Vater Lothar von le Fort stammte aus der mecklenburgischen Linie des deutschen Zweiges der Schweizer Familie von le Fort:
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Ursprünglich Waldenser aus dem Piemont, wechselten die li Forti (auch „Lifforti“) – nach einem Intermezzo in Savoyen – im Genf des Reformators Calvin zum reformierten Glauben und zur französischen Form ihres Namens. Das geht jedenfalls aus der schriftlich seit etwa 1500 gesicherten Überlieferung hervor. Vor allem aber gewannen sie das Genfer (bis heute: Schweizer) Bürgerrecht und gehörten bzw. gehören seit der Mitte des 16. Jahrhunderts zu den angesehenen Patrizierfamilien der republikanisch regierten Stadt 5 . So mancher le Fort kam, wie andere Schweizer „Reisläufer“, im Laufe des 17. und 18. Jahrhunderts im Dienste fremder Herren durch ganz Europa. Vor allem François le Fort (1656 bis 1699), der berühmte Ahnherr Lothar von le Forts und seiner Familie, gelangte auf abenteuerlichen Wegen über Frankreich und die Niederlande schließlich nach Rußland in den Dienst des Zaren Peter d.Gr. Mit dem Vertrauen und der Freundschaft seines Herrn erwarb er eine hohe Machtstellung und ein großes Vermögen. Sein Neffe und Erbe Pierre, den er adoptiert hatte, kam im Verlauf des Nordischen Krieges von Rußland nach Deutschland und ließ sich in Mecklenburg nieder. Dieser Pierre war der Ururgroßvater des Vaters der Dichterin.
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Lothar von le Fort (1831 bis 1902) war ein strenger, von preußischem Pflichtbewußtsein bzw. der Ethik Kants geprägter Mann, der jedoch seine Familie, ganz besonders die älteste Tochter Gertrud, zärtlich liebte. Sein Offiziersberuf brachte es mit sich, daß er mit den Seinen häufig umziehen mußte; deshalb sagt Gertrud von le Fort in ihren Lebenserinnerungen, ihr Elternhaus sei nicht ein bestimmtes Haus an einem bestimmten Ort gewesen, sondern eben die Eltern selbst und das gemeinsame Leben in der Familie. Das Kind und seine beiden jüngeren Geschwister Elisabeth und Stephan wuchsen überaus behütet auf. Sie wurden vom Vater unterrichtet (mit dem Schwerpunkt im Fach Geschichte) und lernten bei der lebhaften, künstlerisch begabten und frommen Mutter Elsbeth biblische Geschichte, Gedichte und Lieder, auch Malen und Basteln und nicht zuletzt die Liebe zur Natur.
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Elsbeth von le Fort, geb. von Wedel-Parlow, (1842 bis 1918)) war erheblich jünger als ihr Mann Lothar. Nach seinem frühen Tode war sie es, die gemeinsam mit ihren Töchtern die bis dahin vorenthaltenen modernen Schriftsteller las, z.B. Keller, Meyer, Fontane, die Skandinavier, besonders Ibsen, und nicht zuletzt die großen russischen und französischen Erzähler.
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Sie stammte aus altem märkischem Adel. Ihr Vater Moritz von Wedel-Parlow hatte – eine ausgesprochene Liebesheirat! – Karoline Bauer aus Würzburg heimgeführt, die als Tochter des Mitbegründers der Firma Bauer & König gleichsam eine kräftige Beimischung von großbürgerlichem Humus für den Sandboden der Uckermark mitbrachte. Karoline war eine begabte und gebildete Frau und vererbte ihren vier Kindern Felix, Egon, Moritz und Elsbeth vielfältige musische Talente. Also ist diese Großmutter vermutlich in besonderer Weise Ursprung für Gertruds literarischen Beruf.
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Gertrud von le Fort und ihre Geschwister verbrachten von Kindheit an die Sommerferien bei Verwandten auf dem Lande: auf dem le Fortschen Majorat Boek am Müritzsee 6 ; in der Villa des Großvaters Moritz von Wedel-Parlow in Misdroy auf Wollin; und auf den Gütern Polßen und Parlow, wo die Onkel Felix und Egon von Wedel-Parlow mit ihren Familien wohnten. Besonders an den letztgenannten Orten befanden sich gleichaltrige Vettern und Cousinen, mit denen Gertrud ganz einfach ihre Jugend genoß und denen sie lebenslang freundschaftlich verbunden blieb. Die Welt von Polßen lebt – mit dichterischer Freiheit geschildert – wieder auf in der Erzählung „Die Verfemte“ (1953): dort heißt das Gut „Golzow“, und in den Familienmitgliedern derer von Golzow kann man die der Dichterin vertrauten Züge von Onkel und Tante, Vetter und Cousine von Wedel-Parlow wiedererkennen.
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Abschied von einem traditionsverhafteten Lebensplan
und Lebenswende zwischen 1918 und 1926
Seit 1898 wohnte Gertrud mit ihrer Familie in Ludwigslust. Lothar von le Fort hatte seinen Abschied genommen und erhoffte sich von dem Leben in diesem herzoglich-mecklenburgischen Residenzstädtchen wahrscheinlich nicht nur einen beschaulichen Ruhestand, sondern vor allem die Gelegenheit, seine Töchter bei Hofe einzuführen und angemessen zu verheiraten. Sein Sohn Stephan hatte die Offizierslaufbahn eingeschlagen und befand sich in Demmin in Garnison.
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Aber schon vier Jahre später wurde der für die Töchter vorgezeichnete traditionelle Lebensplan durch den Tod des Vaters abrupt in Frage gestellt. Die streng eingehaltene Trauerzeit entfernte sie zunächst vom gesellschaftlichen Leben. Zusammen mit der Mutter widmeten sie sich der Literatur, nicht nur lesend, sondern auch schreibend; es entstanden die ersten Gedichte und Erzählungen Gertrud von le Forts und wurden, großenteils unter Pseudonym, in Zeitschriften veröffentlicht. Man reiste häufig, vorzugsweise nach Südtirol und Italien, wo Gertrud besonders in Rom prägende Eindrücke empfing. Und schließlich brach die angehende Dichterin im Alter von zweiunddreißig Jahren zum Studium nach Heidelberg auf. Zwar konnte sie kein Abiturzeugnis vorweisen, aber der Prorektor der Universität erkannte ihre veröffentlichten literarischen Werke als Äquivalent an und erteilte ihr die Erlaubnis zur Immatrikulation.
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Gertrud von le Fort betrieb kein Studium im strengen Sinn des Wortes, erst recht strebte sie kein Examen an, das wäre auch nicht möglich gewesen. Doch sie hörte in den Jahren 1908 bis 1914 in Heidelberg und auch in Marburg – unterbrochen von langen Perioden der Abwesenheit, nicht nur während der Semesterferien – Vorlesungen und Vorträge bedeutender Professoren in den Fächern Evangelische Theologie, Philosophie, Geschichte u.a. Der wichtigste unter ihren Hochschullehrern war Ernst Troeltsch, dem sie auch nach seinem Wechsel von Heidelberg nach Berlin (und von der Theologie zur Philosophie) verbunden blieb. Nach seinem Tode 1923 gab sie aufgrund ihrer Kollegmitschriften, die sie immer sorgfältig ausgearbeitet hatte, seine „Glaubenslehre“ heraus (1925) und dokumentierte als seine kongeniale Schülerin gerade mit diesem Werk das theologische Erbe Troeltschs, das in der akademischen Welt allzu schnell vergessen wurde. 7
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In ihren Erinnerungen „Hälfte des Lebens“ (1965) betont Gertrud von le Fort, daß ihr literarisches Werk ebenso wie ihre persönliche Entwicklung zum katholischen Glauben ohne ihre Heidelberger Lehrer, insbesondere ohne Troeltsch, nicht möglich gewesen wäre. Mit dem Titel „Hälfte des Lebens“, der auf ein Gedicht Hölderlins zurückgeht, deutet sie aber auch an, daß diese erste Lebenshälfte nicht ohne Schmerzen zu Ende gegangen ist:
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1918, kurz nach dem Ende des verlorenen Krieges, starb ihre Mutter; 1920 wurde das Familiengut Boek wegen Stephan von le Forts Verstrickung in den Kapp-Putsch enteignet, und das bedeutete für Gertrud, die nunmehr alleinstand, zunächst völlige Mittellosigkeit und den Verlust der Heimat; 1923 starb Ernst Troeltsch in Berlin.
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Diese Erschütterungen und Verlusterfahrungen einer jungen Dame, der von Haus aus ein ganz anderer Weg, nämlich der gesellschaftlicher Konvention und behüteter Existenz, vorgezeichnet war, spiegeln im individuellen Bereich gleichsam das Schicksal eines ganzen entwurzelten Jahrhunderts.
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Schließlich fand Gertrud von le Fort allen Widrigkeiten zum Trotz eine neue Heimat in Süddeutschland, zunächst in München (seit 1922) und später in Oberstdorf (seit 1941). Sie überwand ihre tiefe physische und psychische Krise und gewann in der Konversion zum katholischen Glauben (Rom 1926) eine neue Grundlage für ihr Leben und Schaffen. Jedoch hat sie stets betont, daß sie alle Schätze evangelischer Frömmigkeit, die sie besonders ihrer Mutter und auch ihrem Onkel Egon von Wedel-Parlow verdankte, in die katholische Kirche mitgenommen habe, daß sie gleichsam eine ökumenische Existenz lebe und in ihrer Person die Spaltung der Konfessionen überwunden habe.
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Mit dieser ganz persönlichen geistigen Entwicklung befand sich die Dichterin zugleich in einem bemerkenswerten Strom von neuer Religiosität, der dem allgemeinen politischen, wirtschaftlichen und moralischen Nachkriegsdesaster entgegen verlief. Unter den führenden Intellektuellen und Künstlern jener Zeit ist eine erstaunlich große Zahl von Konversionen festzustellen: sehr viele zum Katholizismus 8 , aber auch viele zum protestantischen Bekenntnis, wobei wiederum viele dieser neuen evangelischen Christen aus dem Judentum kamen.
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Daß ein nicht unbedeutender Teil gerade der geistigen Elite sich in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts ganz neu der Religion zuwendet, ist keineswegs nur ein deutsches Phänomen, sondern läßt sich allgemein in Europa beobachten. Dabei spielen England (die sogenannte Schule von Oxford in der Nachfolge des Kardinals Newman) und Frankreich („renouveau catholique“ seit dem Ende des 19. Jahrhunderts) eine große Rolle.
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Seit Beginn des 20. Jahrhunderts sammelten sich die katholischen Intellektuellen in Deutschland besonders um die neu gegründete Zeitschrift „Hochland“, die sich unter ihrem Herausgeber Carl Muth zu einer der bedeutendsten Kulturzeitschriften jener Zeit entwickelte. Im Kreis ihrer Autoren spielten u.a. Erich Przywara und Theodoer Haecker eine wichtige Rolle; beide waren, wie Carl Muth, auch vertraute Gesprächspartner Gertrud von le Forts. Das Werk der Dichterin reflektiert nicht nur diesen Dialog auf hohem intellektuellem Niveau, sondern wurde seinerseits im „Hochland“ rezensiert und auf diese Weise einem großen Leserkreis bekanntgemacht.
Eine andere Gruppierung dieses „katholischen Frühlings“ nach der harten Zeit des Kulturkampfes bildete sich um eine so hervorragende Persönlichkeit wie den Theologen und Philosophen Romano Guardini. Er wirkte in den 20er Jahren auf Burg Rothenfels/Main, einem Zentrum der katholischen Jugendbewegung (Quickborn, Theatinerkreis München u.a.). Außerdem hielt er Vorlesungen an dem eigens für ihn geschaffenen Lehrstuhl für Religionsphilosophie und christliche Weltanschauung in Berlin (Humboldt-Universität), wo er eine große Resonanz weit über katholische Kreise hinaus fand.
Gertrud von le Fort hat bereits 1921 „Vom Geist der Liturgie“ gelesen, das Buch Guardinis, das ihn berühmt machte. Es ist als sicher anzunehmen, daß sie auch seine Publikationen in den folgenden Jahren zur Kenntnis genommen hat. Umgekehrt sind auch le Forts „Hymnen an die Kirche“ (ebenso wie die folgenden Werke) in weiten Kreisen jener katholischen Jugendbewegung gelesen und hochgeschätzt worden. Zudem war es der Theatinerverlag München, der 1924, fast ohne Zutun der Autorin, die „Hymnen an die Kirche“ herausbrachte und damit Gertrud von le Fort zum Durchbruch in der literarischen Öffentlichkeit verhalf.
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Gertrud von le Forts dichterisches Werk seit den „Hymnen an die Kirche“ (1924) und seine Einordnung in die Literaturgeschichte
Gertrud von le Fort hat in ihrer persönlichen Lebenszeit von 1876 bis 1971 fast ein Jahrhundert deutscher Geschichte erlebt, an dessen Ende nicht nur Deutschland selbst, sondern auch Europa und die Welt tiefgreifend verändert worden ist.
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Die Erschütterungen zwischen ihrem achtunddreißigsten und achtundvierzigsten Lebensjahr (beginnend mit dem Weltkrieg 1914) haben allerdings nicht zum Untergang, sondern zu einer Lebenswende geführt. Zeugnis einer geistlichen Wiedergeburt, die zugleich die Entbindung der eigentlich dichterischen Kraft mit sich brachte, sind die schon vor der Konversion entstandenen „Hymnen an die Kirche“ (1924). Mit dieser Lyrik, die ganz persönlich geprägt und zugleich der Tradition der Psalmen verpflichtet ist, ebenso dem deutschen Expressionismus und der Romantik (besonders Hölderlin), wird die Dichterin mit einem Schlag über Deutschlands Grenzen hinaus berühmt. Sie selbst zählt ihr Oeuvre von den „Hymnen“ an, obwohl sie bereits seit etwa 1898 zahlreiche literarische Werke produziert hat. Nun erst, im Alter von achtundvierzig Jahren, ist sie sich nicht nur ihrer Begabung, sondern ihres Berufes als Dichterin ganz gewiß und kann im Fortschreiten auf diesem Weg nie mehr erschüttert werden.
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Schreibend greift sie die großen Fragen der Zeit auf, oft in historischem Gewand, aber nie historisierend. Sie bleibt solidarisch mit dem Unglück, der Schwäche, der Schuld ihrer Zeit und ihrer Welt; aber in der Gabe der Dichtung besitzt sie auch ein Heilmittel gegen den allgemeinen Verfall und setzt es ein im unerschütterlichen Glauben an den Menschen, der jedoch begründet ist in ihrem Glauben an den menschgewordenen Gott und seine Menschlichkeit 9 .
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In ihrem ersten großen Roman „Das Schweißtuch der Veronika“ (Bd. I „Der römische Brunnen“, 1928) führt Gertrud von le Fort die Auseinandersetzung zwischen Christentum und Heidentum, letzteres in Form der bürgerlichen Kultur des 19. Jahrhunderts; in „Der Papst aus dem Ghetto“ (1930) befaßt sie sich – gleichsam schon im Geiste des II. Vatikanischen Konzils – mit dem Verhältnis von Christentum und Judentum; in „Die Magdeburgische Hochzeit“ (1938) geht es um die leidvolle Geschichte der Kirchenspaltung und des daraus resultierenden Dreißigjährigen Krieges, zugleich aber auch um die Versöhnung zwischen katholischen und protestantischen Christen; „Der Kranz der Engel“ (d.h. Bd. II des Romans „Das Schweißtuch der Veronika“, erschienen 1946) reflektiert die neuheidnische Barbarei des Nationalsozialismus und stellt ihn einer christlichen Liebesmystik entgegen, die im Durchgang durch das Martyrium schließlich siegreich bleibt.
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Das sind die Themen der Romane. Ähnlich könnte man auch an den Novellen zeigen, wie die Dichterin immer wieder auf wesentliche Fragen der Zeit eingeht, allerdings nicht in Form einer bloß intellektuellen Diagnose bzw. Diskussion von Tagesthemen, sondern in symbolischer Form, gleichsam vor dem Horizont der Ewigkeit. Auf diese Weise findet sie auch Lösungen, die letztlich in der Offenheit des menschlichen Geistes für die Wahrheit und in der Liebesfähigkeit seines Herzens begründet sind. Als Beispiele seien genannt: „Die Letzte am Schafott“ (1931), „Das Gericht des Meeres“ (1941), „Am Tor des Himmels“ (1954), „Der Turm der Beständigkeit“ (1957).
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Bereits vor 1933 hat die Dichterin das untergründige Grollen des kommenden Erdbebens gespürt und in ihren Werken darauf hingewiesen. Mit dem Jahr 1933 tritt sie gleichsam in den Schatten der öffentlichen Aufmerksamkeit. Dennoch setzt sie ihre Produktion fort und sucht auf mehrwöchigen, anstrengenden Lesereisen den Kontakt zu ihrem Publikum, das in ihren Büchern Trost und Halt in bedrängter Zeit findet. Sie ist dem Regime von Anfang an suspekt und wird spätestens seit 1938 in der Literaturkritik einfach totgeschwiegen.
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In der Zurückgezogenheit ihres Oberstdorfer Wohnsitzes (seit 1941) lebt sie wie manche andere Zeitgenossen in der „inneren Emigration“, treu ihrer Überzeugung, die tief in ihrem christlichen Glauben wurzelt, treu auch die Not des Volkes teilend, wie sie es später in ihrem Schweizer Vortrag „Unser Weg durch die Nacht“ (1947) bezeugt hat. 10
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Nach dem Krieg wird sie 1949 von Hermann Hesse für den Nobelpreis vorgeschlagen (zusammen mit Martin Buber) und erhält in den fünfziger und sechziger Jahren viele öffentliche Auszeichnungen. Aber obwohl sie zwischen ihrem siebzigsten und zweiundneunzigsten Lebensjahr noch eine bedeutende Reihe von Werken veröffentlicht, scheint die Zeit doch über sie hinweggegangen zu sein. Während sich eine fast ausschließlich katholische Lesergemeinde um sie schart, wenden sich Literaturkritik und Literaturwissenschaft der Exilliteratur und darüber hinaus den verfemten und vergessenen Großen zu (z.B. Kafka). Zugleich drängen die Jungen nach vorn, die das Grauen des Krieges erlitten haben – viele an der Front und auf der Flucht – und nun aus dem sprachlosen Entsetzen heraus ganz neue Wege des Sprechens suchen.
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Auf diese Weise hat Gertrud von le Fort fast immer „neben“ oder gar außerhalb ihrer Zeit gestanden, durchaus ehrenvoll zwischen 1933 und 1945, aber letztlich doch verkannt, nicht nur von ihren Gegnern, sondern häufig auch von ihren Freunden.
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Erst das Jahr ihres hundertsten Geburtstages, 1976, bringt fundierte Ansätze 11 zu einer neuen Auseinandersetzung mit ihrem Werk. Man erkennt ihre Zeitgenossenschaft mit dem ungefähr gleichaltrigen Hofmannsthal (geb. 1874), mit Rilke und Thomas Mann (geb. 1875), mit Hesse (geb. 1877) u.a., aber auch mit Jüngeren, die schon gestorben sind, als die le Fort erst richtig hervortritt: Trakl (geb. 1887) und Kafka (geb. 1883).
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Wolfgang Frühwald findet zur Kennzeichnung ihres Platzes in der Literaturgeschichte das aufschlußreiche Stichwort „deutscher renouveau catholique“. Damit spielt er auf den französischen renouveau catholique (d.i.: „katholische Erneuerung“) an, zu dem so bedeutende Schriftsteller wie Charles Péguy, Paul Claudel, Georges Bernanos und François Mauriac gehören. Ihr literarischer Rang ist völlig unbezweifelt, obwohl man die französische Literaturkritik keiner besonderen Frömmigkeit verdächtigen kann. Das heißt, in Frankreich ist es durchaus möglich, ein guter Schriftsteller bzw. Dichter zu sein und zugleich bekennender Katholik: homme de lettres et chrétien. In Deutschland ist das nicht so selbstverständlich. Unter dieser Schwierigkeit leidet bis heute das Verständnis für Schriftsteller wie Werner Bergengruen, Reinhold Schneider und eben Gertrud von le Fort.
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Frühwald würdigt besonders le Forts Roman „Der Kranz der Engel“ (1946) als literarische Auseinandersetzung mit dem Zusammenbruch bürgerlicher Kultur und sieht dabei durchaus Parallelen zum Werk Thomas Manns. Die mit Recht berühmt gewordene Novelle „Die Letzte am Schafott“ (1931) nimmt nach Frühwald prägende Motive der Exilliteratur vorweg und weist mit ihrem philosophischen Hintergrund – Ernst Troeltsch, Kierkegaard – voraus in die Epoche des Existentialismus und seines Dialoges mit dem Christentum in den vierziger und fünfziger Jahren. Dieses Werk war aber zu seiner Entstehungszeit – zwei Jahre vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten – in historischer Maske ein deutliches Menetekel dessen, was kommen würde und was überhaupt das Schicksal des 20. Jahrhunderts geworden ist: der scheinbar hoffnungslose Antagonismus zwischen dem Individuum mit menschlichem Gesicht und der gesichtslosen Masse. Es ist sicher nicht von ungefähr, daß die Oper „Dialogues des Carmélites“ von Francis Poulenc, die, vermittelt durch ein Szenarium von Georges Bernanos (1948), auf le Forts Novelle fußt, seit einigen Jahren auf vielen Opernbühnen neu inszeniert und vom Publikum mit großem Interesse aufgenommen wird.
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Plus ultra
Der Titel der Novelle „Plus ultra“ (1950) zitiert die Devise Karls V., der an der Wende vom Mittelalter zur Neuzeit, von 1519 bis 1556, Kaiser des Heiligen römischen Reiches war. Dieser Novelle wird auch von Kennern des le Fortschen Oeuvres leider nicht immer der Rang zuerkannt, der ihr eigentlich gebührt. Dabei hat schon Carl Zuckmayer 12 darauf hingewiesen, daß die Devise des Kaisers quasi den Schlüssel zu Gertrud von le Forts Person und Werk liefert: in einem hochgemuten Streben „über die äußersten Grenzen hinaus“ sucht sie Brücken zu bauen zwischen Geschichte und Gegenwart, zwischen den Geschlechtern, den Konfessionen, zwischen Erde und Himmel. Als gleichsam „weihnachtlicher“ Mensch weiß sie, daß (nach Schöpfung und Sündenfall) die Urbrücke vom Himmel zur Erde durch Gott selbst geschlagen worden ist, und zwar in der Fleischwerdung des Wortes (Joh. 1 „Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns...“). Dieser göttlichen Urbewegung über den Abgrund, der Gott und Mensch trennt, hinweg soll des Menschen Hoffnung und Sehnsucht über seine Grenzen hinaus entsprechen. Das geschieht in der Liebe, und in jeder Form der Liebe wendet sich der Mensch, ob er es weiß oder nicht, Gott zu und hat bereits hier und jetzt Anteil an der göttlichen Liebe.
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„L’homme infiniment passe l’homme“ (Der Mensch übersteigt unendlich den Menschen) – mit diesem Wort des Mathematikers und Philosophen Pascal bestätigt eine Stimme aus dem 17. Jahrhundert, aus der Zeit der Religionskriege und der ersten radikal-aufklärerischen Kritik an der Religion, die Dichterin des „Plus ultra“ im 20. Jahrhundert. Ihre Werke sind katholische Dichtung, jedoch nicht im Sinne enggesteckter konfessioneller Grenzen, sondern als universale christliche Botschaft an alle Menschen guten Willens (griech. katholikos – das Ganze, alle betreffend).
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Eine wesentliche Voraussetzung für die Glaubwürdigkeit der christlichen Botschaft ist jedoch – auf Zukunft hin – die Einheit der Christen. Gertrud von le Forts Tod an der Schwelle vom Reformationsfest (31.10.) zum Fest Allerheiligen (1.11.) gewinnt vor diesem Hintergrund gleichsam symbolische Bedeutung. Dieser Hinüber- und Heimgang läßt sich zeichenhaft für den ganzen Vollzug ihres Lebens deuten, und damit gewinnt auch das Werk der Dichterin unmißverständlichen Zeugnischarakter.
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A. Kleinewefers 2005
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PS (Februar 2006):
Die neue Enzyklika Papst Benedikts XVI. enthält, vor allem im ersten, theologisch-philosophischen, Teil viele wesentliche Gedanken, die sich auch im dichterischen und essayistischen Werk le Forts wiederfinden lassen. Das müßte genau untersucht und evtl. auf grundlegende theologische Autoren zurückgeführt werden, die auch le Fort bekannt waren (z.B. Hans Urs von Balthasar).
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1 Gertrud von le Fort, Die Tochter Farinatas. Mit einem Nachwort von Ulla Hahn, Frankf./M. 1985 (Bibl. Suhrkamp 865) » zurück zur Textstelle
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2 Gertrud von le Fort, Gelöschte Kerzen. Zwei Erzählungen, München 1953, darin: „Die Verfemte“, „Die Unschuldigen“ » zurück zur Textstelle
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3 Auszug in: Marbacher Magazin 3/1976, S. 25f » zurück zur Textstelle
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4 Gertrud von le Fort, Annette von Droste-Hülshoff. in: Die großen Deutschen. Bd.3. Berlin: Propyläen-Verlag 1956, S. 232-243 » zurück zur Textstelle
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5 „Der Adel wurde 1698 wurde 1698 durch Kaiser Leopold I. vom Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation rezipiert.“ Gertrud von le Fort, In: Hälfte des Lebens. München: Ehrenwirth 1965 » zurück zur Textstelle
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6 „Schon in meiner Kindheit bedeutete Boek für mich und meine Geschwister einfach das Paradies.“ Gertrud von le Fort, in: Hälfte des Lebens (1964) » zurück zur Textstelle
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7 Ich verdanke die Informationen zu dem Komplex Studium in Heidelberg bzw. Troeltsch einer bisher unveröffentlichten Arbeit von Horst Renz; Teile daraus hat er auf der Jahrestagung der Gertrud-von-le-Fort-Gesellschaft 2002 in Heidelberg vorgetragen. » zurück zur Textstelle
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8 Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz hat in diesem Zusammenhang den Ausdruck „ver sacrum catholicum“ („heiliger katholischer Frühling“) verwendet, in einem Vortrag gleichen Titels, gehalten bei der Jahrestagung 2002 der Gertrud-von-le Fort-Gesellschaft in Heidelberg. » zurück zur Textstelle
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9 Gertrud von le Fort, „Woran ich glaube“ und andere Aufsätze. Zürich: Arche 1968 » zurück zur Textstelle
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10 In den Gedichten „Deutsches Leid“ (1923, nach 1945 ergänzt um eine weitere Strophe) und „Die Mauer“ (1961) hat sie dazu Wesentliches gesagt: „... Denn ein Volk ist ein strenges unteilbares Glück ...“ (Die Mauer) » zurück zur Textstelle
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11 Marbacher Magazin 3/1976:Gertrud von le Fort. Bearb. von Werner Volke; Gertrud von le Fort. Leben und Werk in Daten, Bildern und Zeugnissen von Gisbert Kranz, Frankf./M. 1976 (insel taschenbuch 195), 3. Aufl. 1995;
Wolfgang Frühwald, Deutscher „renouveau catholique“. Zur literaturhistorischen Einordnung von Gertrud von le Fort, in: Dichtung ist eine Form der Liebe..., hg. v. Hedwig Bach , München 1976. » zurück zur Textstelle
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12 Mitteilung von Erwin Rotermund in seinem Vortrag über die Beziehung zwischen Gertrud von le Fort und Carl Zuckmayer (fußend auf dem unveröffentlichten Briefwechsel) am 14. 10. 2005 in Oberstdorf » zurück zur Textstelle
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